
Die Mitglieder des religiösen Vereins der Schwarzen Madonna organisierten auch heuer wieder einen Ausflug. Ziel dieser Fahrten ist es, die religiösen und volkstümlichen Besonderheiten anderer Orte kennenzulernen. Was könnte man von ihnen lernen, damit Kohlnhof zu einem noch besseren Ort wird?
Mit einem Gebet machten sie sich auf den Weg, um in diesem Jahr Köszeg und seine Umgebung zu besuchen. Dort erwartete sie der Motor des Kroatentums und des kroatischen kirchlichen Lebens, Sándor Petković.
Das Programm begann im Stadtzentrum, in der Kirche des Heiligen Emmerich, die den Kroaten zur Nutzung überlassen wurde. Sie erfuhren, dass die Kirche Anfang des 17. Jahrhunderts für protestantische Gläubige erbaut worden war und 1673 in den Besitz der Katholiken kam. Bis zum Bau der heutigen Hauptkirche Herz Jesu im Jahr 1894 war sie die Pfarrkirche der Stadt. Wie Sándor Petković erzählte, organisierten sich die Kroaten der Stadt schon vor langer Zeit, um diese sehr schöne Kirche zu renovieren.
Danach spazierten sie zur „neuen“ Kirche, die die zweitgrößte in ganz Komitat Eisenburg ist. Diese eindrucksvolle neugotische Kirche wurde von den Einwohnern von Köszeg in nur zwei Jahren, von 1892 bis 1894, errichtet, da die alte Kirche wegen des starken Bevölkerungswachstums zu klein geworden war.
Im Laufe des Tages besuchten die Vereinsmitglieder auch den Kalvarienberg, den Kreuzweg und die oben gelegene Kapelle der Kreuzerhöhung, die sich auf einer Höhe von 393 Metern befindet. Dort ruhten sie sich etwas aus, dachten nach, beteten und sangen zur Schwarzen Madonna.
Nach dem Mittagessen hatten sie Gelegenheit, in einem Weinkeller lokale Weine zu verkosten. Auf dem Heimweg machten sie noch Halt in Prisika, wo sie das Museum für sakrale Kunst der Kroaten in Ungarn besichtigten. Das Museum befindet sich im Geburtshaus von Pfarrer Stefan Dumovits, der das Gebäude sowie seine im Laufe seines Lebens gesammelte kirchliche Sammlung den Kroaten schenkte.
Den Tag beendeten sie mit einem Gebet und dankten dafür, dass sie wohlbehalten nach Hause gekommen waren.
Foto: Geza V.