Weltmissionssonntag

Am 21. Oktober fand wieder der Weltmissionssonntag statt. Dieses Jahr war Äthiopien das Beispielland. In dem Ostafrikanischen Land leben über 12 mal so viele Menschen wie in Österreich: nämlich 102 Millionen. Davon sind über 60 Prozent Christen.

Obwohl die Wirtschaft des Landes in den letzten 15 Jahren stark gewachsen ist und sich die Kindersterblichkeit halbiert hat, ist Äthiopien eines der ärmsten Länder der Welt. In den letzten Jahrzehnten sind Dürren noch häufiger geworden. Die meisten Familien leben von der Landwirtschaft und sind von regelmäßigen Regenfällen abhängig. Selbst in Jahren mit Regen können sie nun nicht mehr genügend Vorräte anlegen.

In diesem Jahr hat es geregnet. Dennoch sind die Menschen in einigen Teilen des Landes von Lebensmittel- und Wasserspenden abhängig.
Viele Kinder sind hier mangelernährt, ihnen drohen gravierende Entwicklungsschäden.
Dazu kommt, dass die Bevölkerung Äthiopiens stark wächst. Eine Frau bekommt in Äthiopien im Durchschnitt 4,3 Kinder, in ländlichen Gegenden sind es noch mehr. Mehr als die Hälfte der Bevölkerung ist daher jünger als 25 Jahre.

Nach der Messe verkauften die Ministranten Schokopralinen und Gummitiere, deren Erlös für die Mission verwendet wird. Die Süßigkeiten können auch noch am Sonntag, 28. Oktober nach der Messe erworben werden.

Wozu Weltmissions-Sonntag?
Als Papst Pius XI. am 14. Juni 1926 den Weltmissions-Sonntag zum ersten Mal ausrief, lebte der Großteil der Katholiken in Europa und Nordamerika. Die Kirche war erst auf dem Weg, eine Weltkirche zu werden. In Süd- und Mittelamerika, Afrika, Asien und Ozeanien gab es noch kaum einheimische Bischöfe.
Der Weltmissions-Sonntag hat alles verändert! Mit dem gesammelten Geld konnten junge Kirchen in allen Teilen der Welt entstehen. In nur 100 Jahren wuchs die Kirche von 366 Millionen auf 1,3 Milliarden Katholiken im Jahr 2015 an. Ohne die Päpstlichen Missionswerke wäre das nicht möglich gewesen.

2018-10-21T16:43:15+00:00